Advocacy — für nachhaltig positive Veränderungen

Advocacy beschreibt einen organisierten Prozess, um eine gewünschte Politik, Praxis oder soziale, verhaltensbedingte oder politische Veränderung zu erreichen, die bestimmten Zielen zugute kommen.

Wozu Advocacy?

  • das Potential von sozialen, politischen, ökologischen und kulturellen Projekten und Initiativen ausschöpfen
  • diese nachhaltig verankern
  • sensibilisieren und das Bewusstsein fördern
  • Umdenken einleiten
  • strukturelle Veränderungen herbeiführen
  • Reichweite ermöglichen
  • Mehrwert generieren

Methoden

Es gibt verschiedene Methoden, um Grundlegendes in Bewegung zu setzen und nachhaltig zu verankern, siehe Hilfsmittel. Der Aufbau von Unterstützung (Allianzbildung, Kampagnen, Öffentlichkeitsarbeit, Gewinnung von «BotschafterInnen»), die Zusammenarbeit mit EntscheidungsträgerInnen, die direkte Überzeugungsarbeit (u.a. parlamentarisches Lobbying), bis hin zu rechtlichen Schritten sowie der Zwangsausübung (z.B. Boykotte und Streiks) gehören dazu.

Ursachen angehen

Damit Projekte und Initiativen nicht nur Symptome wie Chancenungerechtigkeit, gesundheitliche Unterversorgung oder Umweltzerstörung bekämpfen, müssen die Ursachen eines Zustands angegangen werden. Ohne Advocacy gibt es keine nachhaltige Verankerung der angestrebten Veränderungen. 

Schlüsselfragen

Die Schlüsselfragen, um wirkungsvolle Massnahmen zu definieren, sind:
Wer entscheidet was, warum, wie und wann?
wer — Entscheidungskompetenz, Einfluss
was — Elemente, über die entschieden werden
warum — Grundlagen, Beweggründe, Anreize
wie — formelle und informelle Prozesse
wann — Zeitablauf der Entscheidungsfindung

Sich für etwas einsetzen

Das Englische «to advocate for» bedeutet sich für etwas einsetzen. Auf Deutsch wird «advocacy» mit anwaltschaftliche Interessensvertretung oder Fürsprache übersetzt. Ursprünglich aus dem Lateinischen bedeutet «ad-vocare» herbeirufen oder unterstützen.


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